Sonntag, 16. Mai 2021

Heute ist der Tag des friedllichen Zusammenlebens

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt."

Aus Wilhelm Tell, von Friedrich Schiller

Dieses Zitiat, mit dem der Dichter private Nachbarschaftsstreitigkeiten meinte, wird immer wieder gerne von Befürwortern nationaler Militärapparate gebraucht, um die eigene Wehrhaftigkeit gegenüber unberechenbaren Nachbarstaaten zu begründen. Dass man dabei selbst der böse Nachbar der anderen sein könnte, kommt den wenigsten in den Sinn. Man will sich einfach gegen irgendwen irgendwann wehren können. Oder man will damit die eigene Macht festigen, so wie es viele autoritäre Herrscher und Diktoren heute noch tun.

Der Begriff Nachbar kommt von Nahe-Bauer, also jemand, der sein Anwesen nahe an das eigene Grundstück gebaut hat. Und wie die Menschen nun mal sind, kommt es nicht selten zu Interessenkonflikten, die in offenen Streit ausarten. Nun wurden die Nachbarschaftsregeln im Laufe der Geschichte so weit durch Gesetze zivilisiert, sodass es kaum noch vorkommt, dass sich benachbarte Kontrahenten im Streit die Schädel einschlagen. Wenn es dennoch geschieht, werden die Übeltäter von der Justiz bestraft. Alternativ zur Selbstjustiz steht allen Streitenden der Rechtsweg offen. Damit das so bleiben kann, haben wir die Polizei. Jedenfalls ist das in den meisten demokratischen Rechtsstaaten so.

Was im Kleinen geht, kann auch im Großen funktionieren. Dafür gibt es in den internationalen Beziehungen bereits genügend Beispiele, vorneweg die Europäische Union. Da kommt es nach wie vor zu Streitigkeiten, aber es werden keine Soldaten mehr aufeinander gehetzt. Man bedenke doch nur, was vor 100 Jahren in Europa und darüber hinaus los war! Es geht auch anders. Und das muss auch global so gemacht werden, wenn die Menschheit die nächsten 100 Jahre überleben will. Die Welt ist heute durch Verkehr, Handel und Kommunikation so weit zusammengewachsen, dass die Nachbarn nicht nur an unser Land grenzen. Sie sind überall auf dem Globus. Die Welt ist eine einzige große Nachbarschaft geworden. Wir brauchen dringend verbesserte transnationale Strukturen, um das friedliche Zusammenleben in einer echten Weltgemeinschaft zu garantieren. Die Lösung heißt Föderale Weltunion.

Es geht dabei schlicht und einfach darum, die trügerische Sicherheit mittels eigener Rüstung und Streitkräfte durch ein effektives, globales Sicherheitssystem zu ersetzen. Es gibt viele Probleme, welche ständig den Weltfrieden gefährden. Der souveräne nationale Selbstschutz ist das größte, besonders dann, wenn Massenvernichtungswaffen im Spiel sind. Im Grunde genommen wollen alle Beteiligten in erster Linie Sicherheit. Erst durch Sicherheit wird Frieden nachhaltig geschützt.

Wenn die Vereinten Nationen heute den Internationalen Tag des friedlichen Zusammenlebens feiern und Tauben fliegen lassen, dann ist das leider nicht mehr als ein gut gemeinter Appell an die Vernunft. Die Begründung dazu ist einleuchtend, aber die Unvernünftigen sind damit nicht ansprechbar. Und der Weltsicherheitrat versagt total, wie wir gegenwärtig durch die Gewalt im Nahen Osten gezeigt bekommen. Es ist frustrierend. Heute besteht wirklich keine Grund, den Frieden zu feiern. Wenn die UNO nicht bald eine eigene, demokratisch legiminierte Souveränität für Angelegenheiten der Menschheit erhält, wird sich an der Situation kaum etwas ändern.


Samstag, 15. Mai 2021

Wenn der Teufel die Weltherrschaft übernimmt

Eigentlich sollte man solch einem Unsinn keine Aufmerksamkeit schenken, wenn nicht One World Digest (dritte Nachricht) darauf aufmerksam gemacht hätte.

Die "Jünger Luzifers 2.0" rufen weltweit die "Bürger der Erde" für den 21. Juni zum "Marsch für die Eine-Welt-Regierung" auf. Treffpunkte für die Teilnehmer sollen solche Orte wie die Klagemauer in Jerusalem, das Brandenburger Tor in Berlin und das Royal Ontario Museum in Toronto sein.

Kein Wunder, wenn da amerikanische Bibelanbeter durchdrehen. Glauben sie doch schon in der UNO das Werk Satans zu erkennen. Erst wurde ihr Nationalheiliger Donald das Großmaul nicht wieder gewählt, und jetzt das noch.

Es mag sein, dass sich eine Anzahl von Exzentrikern zu den Jüngern Luzifers zählt, aber diese Hype mit dem Marsch für die Eine-Welt-Regierung scheint mir doch das Werk einer Einzelperson oder einer ganz kleinen Gruppe zu sein. Es ist kein großer Aufwand, so etwas im Internet zu inszenieren. Und den Namen eines Verantwortlichen sucht man dort vergebens.

Auch wenn das alles als purer Unsinn erscheint, ist es doch dazu geeignet, irrationale Gemüter zu erhitzen. Und es behindert die dringend notwendige, rationale Arbeit für die politische Vereinigung der Menschheit. Das gilt übrigens für alle Aktivitäten, welche die Ebene des rationalen Denkens verlassen.

 

Samstag, 1. Mai 2021

Zeit für Visionen

"Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen." Das Zitat wird dem früheren deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt zugeschrieben. Der tatsächliche Ursprung dieser Formel für radikal fantasielosen Realismus ist allerdings umstritten. Gerne wird sie aus dem Hut gezaubert, wenn der Blick über den Tellerrand zu mühsam erscheint. Das ist gängige Praxis bei den meisten Politikerinnen und Politikern. Entsprechend fantasielos sind ihre Zukunftsperspektiven.

Vor mehr als 60 Jahren hatte der Journalist Friedrich Heer in einem Artikel für DIE ZEIT geschrieben:

In unseren Landen fällt das Wagnis schwer, sich mit gutem Gewissen und bestem Wissen in die Zukunft hinein zu engagieren. Uneingestanden ist uns nämlich das rationale Bedenken, das vernünftige Planen verpönt. Es wird Schwärmern, Chiliasten, Spekulanten, Wirrköpfen und politischen Falschmünzern überlassen, da es wissenschaftlich, geistig und religiös als höchst verdächtig erscheint. Die Zukunft ist eine Sache der "Vorsehung", des ganz Irrationalen.

Quelle: Zeit-Online "Die höheren Formen des Drachenkampfes – Gegen einen Pessimismus, der uns verbieten will, an die Zukunft zu glauben" – Seite 4

Könnte das der Grund sein, weshalb die allermeisten, die sich für Frieden, Gerechtigkeit, überhaupt für eine bessere Welt engagieren, einschließlich unsere gut meinenden Politiker, kaum Weitsicht erkennen lassen, dass sie wenig Mut zur Zukunft zeigen und lieber alles mit an den Haaren herbeigezogenen Vorbehalten zerreden?

Aber die Zeiten ändern sich. Die Zukunft rückt unweigerlilch immer stärker in den Blick. Die zu erwartenden und sich bereits jetzt abzeichnenden Probleme der Zukunft zwingen uns dazu, Zukunftsvisionen zu entwickeln. Das darf man nicht weiterhin Schwärmern, Chiliasten, Spekulanten, Wirrköpfen und politischen Falschmünzern überlassen.

Dafür brauchen wir Politikerinnen und Politiker, die über ihre pragmatische Tagespolitik hinaus dazu bereit sind, die Weichen für die Zukunft der Menschheit richtig zu stellen. Und das nicht erst dann, wenn sie ihr politsches Mandat hinter sich haben, sondern jetzt, wo sie sich aktiv an den Schalthebeln der Macht befinden. Sie müssen erkennen, dass für eine gute Zukunft kein Weg an der politischen Vereinigung der Menschheit vorbei führt. Star Trek oder Star Wars, es liegt an ihnen.

Und es liegt auch an den vielen Bürgerninnen und Bürgern, welche die Zeichen der Zeit erkannt haben. Fallt nicht auf die Erzählungen irrer Verschwörungsfanatiker herein! Lasst euch nicht von politischen Wirrköpfen beeinflussen! Glaubt nicht an übernatürliche Energien und Hierarchien, die nicht existieren! Lasst euch nicht von falschen Propheten in die Irre führen! Verlasst euch auf euren gesunden Menschenverstand und helft mit, die politischen Voraussetzungen für eine Zukunft der Menschheit in Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit und Solidarität zu schaffen! Das ist unsere Vision.

„Ich vertrete eine Partei, die noch nicht existiert: die Partei der Revolution der Zivilisation. Diese Partei wird im zwanzigsten Jahrhundert kommen. Daraus werden zunächst die Vereinigten Staaten von Europa, dann die Vereinigten Staaten der Welt hervorgehen."

Victor Hugo 1849

Siehe auch EUROPA IST NICHT GENUG


Samstag, 24. April 2021

Zum Internationalen Tag des Multilateralismus

Heute ist der "Internationale Tag des Multilateralismus und der Diplomatie für den Frieden". Er wird seit 2019 weltweit am 24. April begangen. Unter dem Eindruck von "America First" hatte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Tag ausgerufen, weil sie der Ansicht war, dass die Bewahrung der Werte des Multilateralismus und der internationalen Zusammenarbeit von grundlegender Bedeutung für die Förderung und Unterstützung der drei Säulen der UNO - Frieden, Entwicklung und Menschenrechte - ist. Der Tag ist eine Bekräftigung der UN-Charta und ihrer Prinzipien, Streitigkeiten zwischen Nationen mit friedlichen Mitteln zu lösen.

Anlässlich des diesjährigen Internationalen Tages für Multilateralismus hat eine Gruppe von mehr als 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, die eine demokratischere UNO fordert. Zu den Unterzeichnern gehören Organisationen wie Avaaz, Greenpeace, Open Society Foundations und The Nature Conservancy sowie Netzwerke wie die Coalition for the UN We Need, Forus International, Together 2030 und Together First. Angeführt wird die Kampagne von CIVICUS, Democracy International und Democracy Without Borders.

Unter der Überschrift "We the Peoples", eine Anspielung auf die ersten Worte der Präambel der Charta der Vereinten Nationen, fordert das gemeinsame Dokument die Vereinten Nationen auf, drei konkrete Reformen umzusetzen: Das Instrument einer UN-Weltbürgerinitiative, eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen und das Amt eines UN-Beauftragten für die Zivilgesellschaft. Die Erklärung und die Liste der Befürworter wurden auf der Kampagnen-Website veröffentlicht. Das Dokument soll an die UN und ihre Mitgliedsstaaten übermittelt werden.

Das ist der richtige Weg. Als "Wir, die Bürger der Vereinten Nationen" begrüßen die Mondialisten deshalb die Kampagne. Ich habe die Erklärung deshalb als Sprecher unserer kleinen Gruppe unterzeichnet und bitte alle Weltbürgerinnen und Weltbürger, sie ebenfalls zu unterstützen. Hier geht es zu der Erklärung.


Mittwoch, 21. April 2021

22. April ist Tag der Erde

Morgen ist wieder "Tag der Erde". Aus diesem Anlass sollten weltweit Feste und Veranstaltungen stattfinden. Wegen der COVID-19-Pandemie fallen sie größtenteils aus. Das war auch schon im letzten Jahr der Fall. Den Freundinnen und Freunden der Erde bleibt meistens nur das Internet.

Da gibt es viel zu lesen. Das Netz wird von einer Vielzahl mehr oder weniger treffender Memes überschwemmt. Das meiste ist Kitsch, manches an Naivität kaum noch zu überbieten. Ich habe ein Bild aufgeschnappt, bei dem mir zweifelhaft erscheint, was der Ersteller damit audrücken will. Hier meine persönliche Interpretation:

Ein im Gestrüpp steckender, aufgeblasener Globus aus Plastik. Die Oberfläche ein bunter Flickenteppich aus uneingeschränkt souveränen Nationalstaaten, die bisher erfolgreich verhinderten, dass die Erde glücklich werden kann. Das ist der aktuelle Zustand unseres Planeten. Also kein Grund zum feiern.

Zum Tag der Erde hatte ich im letzten Jahr ein ausführliches Statement geschrieben, das ich hiermit bekräftigen möchte.


Samstag, 17. April 2021

Facebook-Gruppe reaktiviert

Die im Januar 2020 eröffnete Facebook-Gruppe "Mondialists, unite!" wurde nach drei Monaten wieder geschlossen. Das System für öffentliche Gruppen bei Facebook hatte sich für unsere Zwecke als nicht praktikabel erwiesen. Inzwischen hat Facebook Veränderungen vorgenommen, die das System wesentlich verbessern, die Kommunikation zwischen den Teilnehmern erleichtern und den Administratoren mehr Tools für die Sicherheit zur Hand geben. Deshalb habe ich die Gruppe reaktiviert.

Dafür wurde die Facebook-Seite "Mondialisten" gelöscht. Durch die erweiterten Möglichkeiten bei der Gruppe erübrigt sich diese Seite. Jetzt können die Inhalte von öffentlichen Gruppen auch gelesen werden, ohne dass man bei Facebook eingeloggt oder Mitglied sein muss. Damit lässt sich unsere Gruppenseite öffentlich verlinken. Unsere beiden Facebook-Seiten "Weltbürger-Info" und "Greater Earth - die größere Erde" bleiben bestehen. Sie wurden mit der Gruppe verknüpft.

Allen Mondialistinnen und Mondialisten, die sich inzwischen wieder in der Gruppe versammelt haben, ein herzliches Willkommen. Bitte nehmt rege daran teil, postet eure Informationen und ladet neue Mitglieder ein! Es kann aber auch jeder ohne Einladung der Gruppe direkt beitreten. So wird unsere Gemeinschaft wachsen und wir können gemeinsam etwa für die Vereinigung der Menschheit unternehmen.

Wir sind die Mondies

Hier geht es zur Gruppe.