Freitag, 24. Januar 2020

Mondialists, unite! bei Facebook


Seit heute gibt es die Facebook-Gruppe "Mondialist, unite!" in englischer Sprache. Es soll ein Forum für Mondialisten zum Austausch von Themen für eine bessere Welt sein. Für den Namen und die Gestaltung des Headers stand der von der französischen Journalistin Isabelle Mayault verfasste Artikel "Mondialists, unite! The forgotten story of a global pacifist movement" in The Guardian vom 20. Juli 2017 Pate. Es sind alle Interessierte herzlich dazu eingeladen.

Sonntag, 19. Januar 2020

Heute ist Weltreligionstag

Der Weltreligionstag findet an jedem 3. Sonntag im Januar statt. Er wurde 1950 von den Bahá'í in den USA zur Werbung für ihren Glauben initiiert. Die Einheit der Religion ist eine ihrer Hauptlehren. Anfangs nur von den Bahá'í gefeiert, findet der Weltreligionstag heute auch bei anderen Organisationen und kirchlichen Einrichtungen Anklang, welche den interreligiösen Dialog fördern. Veranstaltungen dazu gibt es international. Zweck des Weltreligionstages ist es, die positiven Gemeinsamkeiten aller Religionen in den Vordergrund zu stellen, um damit einen Beitrag für ein friedliches Zusammenleben zu leisten.

Als Mondialist bin ich selbstverständlich dafür, dass Anhänger aller Religionen unvoreingenommen miteinander kommunizieren und bei Differenzen in Glaubensfragen Toleranz walten lassen. Als freier Pastafari muss ich jedoch auf die größte Gemeinsamkeit aller Religionen hinweisen: Für die Richtigkeit ihrer Glaubenslehren und Behauptungen gibt es keine Beweise. Sie sind in sich widersprüchlich und entsprechen nicht den wissenschaftlich gesicherten Naturgesetzen und dem aktuellen Stand humanistischer Aufklärung.

Religiöse Überzeugungen beruhen größtenteils auf Glauben. Blinder Glaube ist eine Quelle gravierender Irrtümer. Religionen lassen sich deshalb bestens für Machtinteressen missbrauchen. Die meisten Greueltaten der Geschichte zeugen davon. Was die Bahá'í betrifft: Wenn sie glauben, das Heil der menschlichen Zukunft läge in einem globalen Gottesstaat nach dem Muster ihres Systems, mit all seinen Ge- und Verboten, dann irren sie sich gewaltig. So kann es keine Einheit der Menschheit geben.

Trotzdem ist der interreligiöse Dialog zu begrüßen, denn er kann die aggressiven Reibungspunkte zwischen den Glaubensrichtungen entschärfen. Wir hatten die Frage, ob Religionen einen Beitrag zum Weltfrieden leisten können, im Weltbürger-Forum diskutiert. Daraus schließend kann ich den Weltreligionstag positiv betrachten.

Montag, 13. Januar 2020

Rotary-Weltfriedenskonferenz 2020

Am 17. und 18. Januar veranstalten die Rotarier eine Weltfriedenskonferenz in Ontario/Kalifornien.

"Die Mission der Weltfriedenskonferenz 2020 ist es, Experten mit Lösungen für wichtige Probleme zusammenzubringen, die in unserem persönlichen Leben, in unseren Häusern, Schulen, Unternehmen und Gemeinden auftreten, nicht nur in Südkalifornien, sondern auch weltweit. Wir laden führende Persönlichkeiten aus dem Gesundheitswesen, der Wissenschaft, der Regierung, der öffentlichen Sicherheit, den Religionen, der Wirtschaft und den Gemeinden ein, sich zu treffen, um die von den Experten vorgestellten Lösungen auszutauschen. Das Format wird es ermöglichen, Aktionspläne zu entwickeln, so dass reale und messbare Aktionen durchgeführt werden können, wenn die Teilnehmer nach Hause zurückkehren. Darüber hinaus werden auf der Konferenz die Erfahrungen und positiven Veränderungen vorgestellt, die in den vier Jahren seit der Rotary-Weltfriedenskonferenz 2016 gemacht wurden."


Ich habe an die Konferenzteilnehmer folgenden Appell geschrieben:
Liebe Rotarier,
sehr geehrte Teilnehmer der Weltfriedenskonferenz 2020,
jeder weiß, wie sehr Frieden in unserem persönlichen Leben, in unseren Häusern, Schulen, Unternehmen und Gemeinden von nationalem und internalem Frieden abhängig ist. Der Idealzuständ wäre der ständige Weltfrieden, der aber noch nicht erreicht wurde. Er könnte durch die Weiterentwicklung und Demokratisierung der Vereinten Nationen Wirklichkeit werden.
Deshalb appelliere ich an die Konferenzteilnehmer, die Bemühungen zur Schaffung einer Parlamentarieschen Versammlung bei den Vereinten Nationen durch eine Resolution zu unterstützen. Bitte helfen sie der UNPA-Kampagne!
Mit den besten Grüßen und Wünschen
Richard Maxheim
 

Freitag, 10. Januar 2020

Die World Constitution and Parliament Association (WCPA)

Am 10. und 11. Dezember 2019 veranstaltete die WCPA die Konferenz "Klimawandel und die Verfassung der Erde" in der indischen Stadt Sonipat, um "unsere planetaren Krisen im Licht der Erdverfassung zu thematisieren". Gemeint ist hier die "Earth Constituion", ein umfangreicher Entwurf für eine Weltverfassung. Laut Bericht auf der WCPA-Website versammelten sich etwa 70 internationale Teilnehmer in den Räumen der O.P. Jindal Global University.
Inhaltlich ging es bei der Konferenz eher um interne Angelegenheiten als um den Klimawandel. Es wurden Anwesende wegen ihrer Leistungen geehrt und ein "WCPA Global Peace Leadership Award" an drei verdiente Empfänger vergeben. Es ging auch um die Organisation von WCPA-Gruppen in mehreren Städten Indiens sowie um den Versuch der Gründung eines "WCPA Global Communication Center" seit drei Jahren. Die dafür erforderlichen finanziellen Mittel konnten bisher nicht beschafft werden. Es wurde deshalb beschlossen, neue Mitglieder nicht mehr wie bisher unentgeltlich aufzunehmen, sondern eine Gebühr von 1000 Rupien zu verlangen. Spenden für das Center können unter anderem an das Earth Federation Institute in den USA gezahlt werden.

In der von der Konferenz verabschiedeten Schlusserkärung wurde dann auf das eigentliche Konferenzthema eingegangen:
"Die Verfassung für die Föderation der Erde erklärt, dass eine geschützte und gesunde planetarische Umwelt ein grundlegendes Menschenrecht ist. Ohne den Schutz unserer planetaren Biosphäre, die alles Leben auf der Erde unterstützt, können keine anderen Rechte für die Menschheit verwirklicht werden."
Es wurde beschlossen "das Streben nach spiritueller Transformation mit dem Streben nach strukturellem Wandel unserer fragmentierten planetaren wirtschaftlichen und politischen Systeme zu vereinen."
Es folgen triviale Feststellungen und eine ganze Reihe Absichtserklärungen ohne seriösen Hintergrund. Dafür will das "Provisorische Weltparlament" der WCPA die Erdoberfläche schon mal in 1000 Weltwahlbezirke einteilen.

Ich habe eine Übersicht über die Weltverfassung der WCPA in deutscher Sprache beim Weltbürger-Informationsdienst veröffentlicht. Diese Informationen beruhen auf einer Aufarbeitung der Aktivitäten der WCPA und ihres Präsidenten Dr. Glen Theron Martin im ehemaligen Weltbürger-Forum. Meine anfänglich positive Einstellung gegenüber der WCPA, die ich schon aus Zeiten von Philip Isely kannte, änderte sich nachdem deutlich wurde, wie sehr inzwischen die Vereinigung unter der Präsidentschaft von Dr. Martin in die Irrationalität esoterischer Fantasien abgerutscht ist. Wie das zu politischem Schwachsinn führen kann, zeigt das Foto vom Handschlag zwischen Dr. Martin und dem Diktator und Terrorpaten Muammar al-Gaddafi, den er selbst im der Deklaration von Tripolis als "großen Führer" bezeichnete. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wurde das Foto auch noch in einer Broschüre (PDF Seite 8) veröffentlicht, so als müsse man sich dafür nicht schämen. Das ist Dummheit auf die Spitze getrieben.

Im neuesten Artikel von Dr. Martin tritt dann der fortgeschrittene Realitätsverlust unverkennbar zu Tage: Die Welt ist abgrundtief böse. Man sollte sich an dieser bösen Welt nicht weiter beteiligen und die Nichtzusammenarbeit mit dem Bösen sei unsere Pflicht. Dabei beruft er sich auf Mahatma Gandhi, der in Wirklichkeit alles andere als ein lieber Mensch gewesen war. Allein die "Earth Constitution" bringt uns die Rettung. Sie wird erhoben wie eine heilige Schrift. Das ist schon fast wie bei einer Sekte. Nein, die WCPA ist gegenwärtig nicht vertrauenswürdig. Wer soll so etwas ernst nehmen? Es ist bedauerlich, dass sich das auch auf die Democratic World Federalists auswirkt, denn deren Präsident Roger Kotila ist gleichzeitig Vizepräsident der WCPA. Und Dr. Martin ist Vorstandsmitglied bei den DWF.

Mittwoch, 8. Januar 2020

Die Welt ist in Aufruhr

6. Januar 2020: Ein dramatischer Appell von UN-Generalsekretär António Guterres an die Vernunft der Unvernünftigen, welcher zugleich die Machtlosigkeit der UNO offenbart.

"Das neue Jahr hat begonnen, unsere Welt ist in Aufruhr.
Wir leben in gefährlichen Zeiten.
Die geopolitischen Spannungen sind auf dem höchsten Stand dieses Jahrhunderts.
Und diese Turbulenzen eskalieren.
Selbst die Nichtverbreitung von Atomwaffen ist nicht mehr selbstverständlich.
Dieser Kessel von Spannungen führt dazu, dass immer mehr Länder unvorhergesehene Entscheidungen treffen, die unvorhersehbare Folgen haben und die Gefahr von Fehlkalkulationen in sich bergen.
Gleichzeitig sehen wir Handels- und Technologiekonflikte, die die Weltmärkte zerbrechen, das Wachstum untergraben und die Ungleichheiten vergrößern.
Und die ganze Zeit steht unser Planet in Flammen. Die Klimakrise wütet weiter.
In vielen Teilen der Welt sehen wir viele Menschen frustriert und wütend. Wir sehen zunehmende soziale Unruhen und wachsenden Extremismus, Nationalismus und Radikalisierung, mit einem gefährlichen Vordringen des Terrorismus, insbesondere in Afrika.
Diese Situation kann nicht so weitergehen.
Ich habe die jüngste Zunahme der globalen Spannungen mit großer Sorge verfolgt.
Ich stehe in ständigem Kontakt mit führenden Beamten auf der ganzen Welt.
Meine Botschaft ist einfach und klar:
Stoppt die Eskalation.
Üben Sie maximale Zurückhaltung.
Nehmen Sie den Dialog wieder auf.
Erneuern Sie die internationale Zusammenarbeit.
Vergessen wir nicht das schreckliche menschliche Leid, das der Krieg verursacht hat. Wie immer zahlen die einfachen Leute den höchsten Preis. Es ist unsere gemeinsame Pflicht, ihn zu vermeiden.
Ich danke Ihnen."



Die Angesprochenen wird das wenig beeindrucken. Deshalb braucht die UNO dringend eine eigenständige Souveränität.