Sonntag, 19. Januar 2020

Heute ist Weltreligionstag

Der Weltreligionstag findet an jedem 3. Sonntag im Januar statt. Er wurde 1950 von den Bahá'í in den USA zur Werbung für ihren Glauben initiiert. Die Einheit der Religion ist eine ihrer Hauptlehren. Anfangs nur von den Bahá'í gefeiert, findet der Weltreligionstag heute auch bei anderen Organisationen und kirchlichen Einrichtungen Anklang, welche den interreligiösen Dialog fördern. Veranstaltungen dazu gibt es international. Zweck des Weltreligionstages ist es, die positiven Gemeinsamkeiten aller Religionen in den Vordergrund zu stellen, um damit einen Beitrag für ein friedliches Zusammenleben zu leisten.

Als Mondialist bin ich selbstverständlich dafür, dass Anhänger aller Religionen unvoreingenommen miteinander kommunizieren und bei Differenzen in Glaubensfragen Toleranz walten lassen. Als freier Pastafari muss ich jedoch auf die größte Gemeinsamkeit aller Religionen hinweisen: Für die Richtigkeit ihrer Glaubenslehren und Behauptungen gibt es keine Beweise. Sie sind in sich widersprüchlich und entsprechen nicht den wissenschaftlich gesicherten Naturgesetzen und dem aktuellen Stand humanistischer Aufklärung.

Religiöse Überzeugungen beruhen größtenteils auf Glauben. Blinder Glaube ist eine Quelle gravierender Irrtümer. Religionen lassen sich deshalb bestens für Machtinteressen missbrauchen. Die meisten Greueltaten der Geschichte zeugen davon. Was die Bahá'í betrifft: Wenn sie glauben, das Heil der menschlichen Zukunft läge in einem globalen Gottesstaat nach dem Muster ihres Systems, mit all seinen Ge- und Verboten, dann irren sie sich gewaltig. So kann es keine Einheit der Menschheit geben.

Trotzdem ist der interreligiöse Dialog zu begrüßen, denn er kann die aggressiven Reibungspunkte zwischen den Glaubensrichtungen entschärfen. Wir hatten die Frage, ob Religionen einen Beitrag zum Weltfrieden leisten können, im Weltbürger-Forum diskutiert. Daraus schließend kann ich den Weltreligionstag positiv betrachten.

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